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Selten, dass es insbesondere unter Händlerkreisen derart verbreitet ist, die Falschidentifizierung von Atractosteus tristoechus.
Der Artenname tristoechus hat sich geradezu als festes Synonym zu Atractosteus spatula eingebürgert. Es ist daher Vorsicht geboten, wenn sie vor haben sich einen Kubaner zu zulegen, bevor sie an einen echten Riesen gelangen...
Dabei ist es nicht sonderlich schwer, im juvenilen Alter gar für einen Laien möglich, diese beiden Arten auseinander zu halten. Juvenile Tiere besitzen ein charakteristisches waagerechtes, recht klares Streifenmuster. Der obere Rücken ist hellbraun gefärbt, gefolgt von einem etwas helleren Streifen, der deutlich feiner ist, als der charakteristische breite schwarze Streifen, der über das Auge hinaus weitergeht. Zur Schwanzwurzel hin verfällt der Streifen in mehrere große Flecken, ebenso der feine hellbraune Streifen. Die Bauchseite ist meist silbrig gefärbt. Adulte Tiere sind meist nur noch einheitlich bräunlich bis moosgrün gefärbt, haben jedoch attraktive gelblich/schwarze Flossen. Die Bauchunterseite ist natürlich wie bei allen Knochenhechte hell gefärbt.
Juvenile A. spatula haben bis ins subadulte Alter hinein eine feine fleckige Zeichnung auf dem gesamten Körper (mit Ausnahme der Bauchseite). Die Grundfarbe ist relativ variabel. Es können silbrige, sehr dunkle oder auch moosbräunliche Farben möglich sein. Charakteristisch ist daher die feine, fleckige Zeichnung. Adult haben einige Tiere haben eine silbrige Grundfarbe, andere haben eine sehr ähnliche Grundfarbe wie A. tristoechus mit dem Unterschied, dass eine Art gelb/schwarzes Karomuster (vergl. Polypterus ornatipinnis) den oberen Teil der Tiere ziert. Siehe z.B. hier.
Wie sie sehen, ist es also nicht allzu schwer die Tiere auseinander zu halten. Achten sie daher vor dem Erwerb möglicher A. tristoechus darauf, dass sie tatsächlich diese Tiere bekommen können. Auch als "echter Manjuari" (Manjuari ist die übliche Bezeichnung im Heimatland der Tiere) bezeichnete Exemplare können durch die große Falschverbreitung dennoch A. spatula sein!
| Wissenschaftl. Bezeichnung |
Atractosteus tristoechus
Lee et al., 1983 |
Wasserregion | |
| Synonyme | Lepisosteus tristoechus, Esox tristoechus | Ernährung | Problemloser Fresser, nimmt jegliches Frostfutter insb. Fisch (Stinte, Filet etc.) |
| Deutsche Bezeichnung | Kubanischer Knochenhecht | Geschlechtsunterschiede | Vermutlich wie bei A. tropicus, siehe hier |
| Englischer Name | Cuban Gar | Zucht | Bereits gelungen. Die Tiere werden in Kuba in einem Arterhaltungsprojekt vermehrt. |
| Fundort | Mittelamerika; Kuba | Temperatur | 23 - 26°C |
| Schutzstatus | Exportverbot Nur Nachzuchten dürfen das Land verlassen! Wildfänge sind komplett von der Ausfuhr ausgenommen. | Wasseransprüche | Keine Ansprüche an die Wasserbeschaffenheit, neutrale Werte und durchschnittlicher Maximal Nitratgehalt |
| Größe | 100-180cm, ca. 70cm in Aquarien | Schwierigkeitsgrad | |
| Beckengröße | Große Grundfläche dennoch von Nöten, da die Tiere recht "steif" sind! |
Preisklasse | |
Haltungsbedingungen
Es sollten Unterstände am besten in Form von Schwimmpflanzen vorhanden sein. Schwimmpflanzen und Rückzugsmöglichkeiten tragen zum Wohlbefinden bei. Der Schwimmplatz sollte dennoch das Hauptaugenmerk sein.
Sozialverhalten / Vergesellschaftung
Ein sehr ruhiger Fisch, der keinerlei Schwierigkeiten in der Vergesellschaftung bereitet, wenn die Beifische entsprechend groß sind.
Auch untereinander sind die Tiere sehr sozial und können sehr gut in Gruppen gehalten werden.
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