Aus RaubfischWiki
Einer der vielleicht spektakulärsten Raubwelse aus Südamerika ist Brachyplatystoma rousseauxii. Durch seine silbrig glänzende Färbung beeindruckt er den Betrachter. Seine zusätzlich extrem filigrane Schwimmweise und die ausgezogene Schwanzflosse machen ihn zu einem der elegantesten Raubfische überhaupt.
Sein filigranes Äußeres schlägt auch auf sein Verhalten über, denn es handelt sich auch um einen der wohl empfindlichsten Raubwelse. Die Pflege dieser beeindruckenden Art sollte daher schon erfahrenen Raubwelspflegern vorenthalten bleiben, die auch mit etwaigen Fütterungsschwierigkeiten besser umgehen können.
Die Tiere sollen mehr oder weniger stark auf Veränderungen reagieren und teilweise auch die Futteraufnahme einstellen. Bei optimalen Gegebenheiten gewöhnen sich die Tiere jedoch schnell ein und bereiten wenig Probleme.
Das Wachstum dieser Art ist extrem langsam, weshalb große Tiere rapide im Preis steigen. Nicht zuletzt deshalb, weil ein Exportverbot nun auch im eigentlichen Exportland Peru besteht. Dennoch gelangen hin und wieder Tiere illegal nach Europa. Oft werden die Tiere mit Brachyplatystoma filamentosum verwechselt, weshalb enorme Endgrößen von über 200cm dieser Art zugeschrieben werden. Jedoch wäre es sehr verwunderlich, wenn diese Art sehr groß werden würde, da ihr Wachstum als sehr langsam eingestuft wird. Tiere von 200cm müssten daher im wahrsten Sinne des Wortes wohl steinalt sein.
| Wissenschaftl. Bezeichnung | Brachyplatystoma rousseauxii
(Burgess, 1989) | Wasserregion | |
| Synonyme | Bagrus flavicans, Brachyplatystoma flavicans | Ernährung | Teilweise extrem schwierig in der Eingewöhnung, starke Strömung für Umstellung auf Frostfutter (Stinte) notwendig. Weiße Mückenlarven werden häufig als Ersatznahrung juveniler Tiere akzeptiert. |
| Deutsche Bezeichnung | Filigraner Antennenwels | Geschlechtsunterschiede | Nicht bekannt |
| Englischer Name | Dourada Catfish | Zucht | Vermutlich noch nicht gelungen |
| Fundort | Südamerika; Brasilien, Peru | Temperatur | 23 - 27°C |
| Schutzstatus | Exportverbot Ausfuhrverbot aus allen Herkunftsländern (Peru und Brasilien) | Wasseransprüche | Sehr sauerstoffreiches, stark umwälztes Wasser mit sehr geringer organischer Belastung (niedriger Nitratwert) . |
| Größe | 80-200cm(?), Tiere über 100cm eher fraglich | Schwierigkeitsgrad | |
| Beckengröße | Da die Tiere sehr viel schwimmen sind verhältnismäßig größere Becken notwendig | Preisklasse | |
Haltungsbedingungen
Viel Platz und gleichzeitig einige Rückzugsmöglichkeiten, in der sich die Tiere meist tagsüber zurückziehen. Da die Tiere auch tagsüber fast dauernd auf einer Stelle schwimmen sollten ausreichend große Untertstände (Höhlen) geboten werden.
Bei schlechter Wasserqualität verlieren die Tiere ihr Schwanzflossenfilament oder es franst aus. Bei Brachyplatystoma rousseauxii geschieht dies durchschnittlich eher, die Tiere sind Frischwasser Liebhaber! Der regelmäßige Wasserwechsel ist daher keinesfalls zu vernachlässigen.
Die Tiere lieben eine starke Strömung, diese ist daher ebenso Pflicht! Die Gesamtumwälzung (um eine seperate Strömungspumpe kommt man nie herrum!) kann und sollte mehr als das 12 fache des Beckenvolumens betragen.
Sozialverhalten / Vergesellschaftung
Überwiegend nachtaktiver Räuber der andere Fische, die nicht ins Maul passen, vollkommen in Ruhe lässt. Er gilt als sehr sensibel und sollte daher nur mit sehr friedlichen und vor allem sehr ruhigen Fischen vergesellschaftet werden, die ihn in keinerweise als Fressfeind in die Quere kommen könnten. Auf neue Beckenbewohner kann er mit Stress reagieren und sollte bei neuen Beifischen mit besonderer Aufmerksamkeit in den ersten Wochen beobachtet werden.
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