Aus RaubfischWiki
Für viele unter seinem alten Namen Goslinea platynema bekannt, ist der umbenannte Raubwels B. platynemum einer der faszinierendsten südamerikanischen Raubwelse. Nicht zuletzt sein Fressverhalten, auf den Bauchflossen zu stehen, um so einem Beutefisch aufzulauern, machen ihn zu einem interessanten Pflegling, auch seine äußere Erscheinung ist relativ einzigartig. So haben B. platynemum außergewöhnlich breite Barteln, wie sonst kein südamerikanischer Raubwels.
Er zählt jedoch genau wie Brachyplatystoma flavicans zu den empfindlicheren Raubwelsen, die ein geschulteres Auge benötigen. Aufgrund von Stress möglicherweise zusammen mit schlechter Wasserqualität ist es möglich, dass die Tiere einer bakteriellen Infektion erliegen. Insbesondere vor kurzem importierte Exemplare unterliegen diesem Risiko. Wichtig sind daher eine stressfreie Umgebung und sehr gute Wasserqualität für die erfolgreiche Eingewöhnung dieser Art.
Die Tiere sind äußerst schreckhaft und verletzen sich bei Flucht schnell an Aquarienscheibe oder Dekoration.
| Wissenschaftl. Bezeichnung | Brachyplatystoma platynemum
Boulenger, 1898 | Wasserregion | |
| Synonyme | Goslinea platynema, Goslinia platynema (nO) | Ernährung | Teilweise sehr schwierig in der Eingewöhnung, starke Strömung für Umstellung auf Frostfutter (Stinte) notwendig. Weiße Mückenlarven werden häufig als Ersatznahrung juveniler Tiere akzeptiert. |
| Deutsche Bezeichnung | Breitflossen Spatelwels | Geschlechtsunterschiede | Keine Geschlechtsunterschiede bekannt. |
| Englischer Name | "Barba chata" | Zucht | Zucht bisher nicht gelungen. |
| Fundort | Südamerika; Peru,... | Temperatur | 24 - 28°C |
| Schutzstatus | Quota aus Peru, mögl. weise auch Exportverbot, wird recherchiert... | Wasseransprüche | Sehr sauerstoffreiches, stark umwälztes Wasser mit sehr geringer organischer Belastung (niedriger Nitratwert) |
| Größe | rund 90cm Maximum | Schwierigkeitsgrad | |
| Beckengröße | zwar Lauerräuber, aber aufgrund des hektischen Fluchtverhaltens viel Grundfläche bieten! | Preisklasse | SehrHoch die Tiere sind kostengünstig bei Exporteuren, müssen jedoch sehr platzverschwendend gepackt werden und sind dadurch entsprechend teure Fische... |
Haltungsbedingungen
Viel Platz und gleichzeitig einige Rückzugsmöglichkeiten, auf denen die Tiere ruhen können (Steine etc.).
Bei schlechter Wasserqualität verlieren die Tiere ihr Schwanzflossenfilament oder es franst aus.
Die Tiere lieben eine starke Strömung, in deren Richtung sie meist auf Beute lauern.
Sozialverhalten / Vergesellschaftung
Überwiegend nachtaktiver Räuber der andere Fische, die nicht ins Maul passen, vollkommen in Ruhe lässt. Er gilt als sehr sensibel und sollte daher nur mit sehr friedlichen und vor allem sehr ruhigen Fischen vergesellschaftet werden, die ihn in keinerweise als Fressfeind in die Quere kommen könnten. Auf neue Beckenbewohner kann er mit Stress reagieren und sollte bei neuen Beifischen mit besonderer Aufmerksamkeit in den ersten Wochen beobachtet werden.
Untereinander sind die Tiere gut zu vergesellschaften.
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