Aus RaubfischWiki
Der kleine Zwergharnischwels Hypancistrus zebra mit der L Nummer "46" ist aufgrund seiner klaren und kräftigen schwarz/weißen Streifenzeichnung einer der beliebtesten Harnischwelse überhaupt. Fraglich ist, weshalb der ebenso gezeichnete Brachyplatystoma tigrinum unter Großfischfreunden nicht einen ähnlichen Status besitzt. Ist er zu unbekannt? Oder liegt es am noch weitaus höheren Preis? All das ändert jedoch nichts daran, dass B. tigrinum ein atemberaubend gezeichneter Raubwels ist, der jedem schwarzen Rochen, wie z.B. Potamotrygon leopoldi, das Wasser reichen kann.
Die Identifizierung dieser Art ist sehr einfach, da kein anderer Wels ein solch ausgeprägtes schwarz/weißes Zebramuster besitzt. Auch juvenile Tiere weisen dies auf, doch erst im Alter prägt sich die Zeichnung vollends aus.
Es kommt nachweislich übermäßig oft zu mysteriösen Todesfällen adulter Exemplare. Die Tiere bringen sich quasi durch ein "Austicken" und rammen gegen Beckenscheiben selbst um. Was genau dieses meist tödliche Verhalten auslöst ist vermutlich weitgehend unklar. Einer der zurzeit erfolgsversprechendsten Ansätze ist der, dass diese Tiere möglicherweise zu schnell großgezogen wurden und durch zu geringere Strömung und möglicherweise zusätzlicher recht fettlastiger Nahrung verfettet sind.
| Wissenschaftl. Bezeichnung | Brachyplatystoma tigrinum
Britski, 1981 | Wasserregion | |
| Synonyme | Merodontotus tigrinus | Ernährung | Frisst relativ problemlos alsbald Frostfutter, wie Stinte, Shrimps etc. |
| Deutsche Bezeichnung | Zebraspatelwels | Geschlechtsunterschiede | Nicht bekannt |
| Englischer Name | Zebra catfish | Zucht | Bisher nicht gelungen |
| Fundort | Südamerika; Brasilien, Peru | Temperatur | 23 - 28°C |
| Schutzstatus | Quota in Peru, Exportverbot in Brasilien! | Wasseransprüche | Keine besonderen Wasseransprüche. Genügend Sauerstoff, Strömung und nitratarmes Wasser bevorzugt. |
| Größe | 60-80cm | Schwierigkeitsgrad | |
| Beckengröße |
| Preisklasse | |
Haltungsbedingungen
Einige Rückzugsmöglichkeiten in Form von Wurzeln, genügend Platz und eine kräftige Strömung mit guter Sauerstoffzufuhr tragen erheblich zum Wohlbefinden der Tiere bei.
Bei schlechter Wasserqualität verlieren die Tiere ihre Schwanzflossenfilamente oder fransen aus.
Sozialverhalten / Vergesellschaftung
Sehr ruhiger, meist in der Nacht aktiver Lauerräuber, der kleinere Fische unbehelligt lässt.
Auch untereinander sind die Tiere ziemlich verträglich.
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