Heterotis niloticus

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Neben Osteoglossum bicirrhosum, Osteoglossum ferrerai, Scleropages formosus (und den anderen asiatischen Arten), Scleropages jardini und Scleropages leichhardti gibt es noch einen weiteren Knochenzüngler, der allgemein als Afrikanischer Arowana bezeichnet wird, Heterotis niloticus. Dabei ist der größte Süßwasserfisch der Welt, Arapaima gigas weitaus enger mit ihm verwandt, denn beide zählen zur Familie Arapaimidae.

Dennoch gibt es wohl in kaum einer Familie derartig krasse Gegensätze, wie bei den Osteoglossidae. Den krassen Gegensatz bildet nämlich jener Afrikanische Arowana, welcher fast gar nichts mehr mit seinen Verwandten zu tun hat. Bei Heterotis niloticus handelt es sich um einen Filtrierer, der zu anderen Fischen sehr friedlich ist und niemals einen artfremden Fisch attackieren würde. Durch sein ausgesprochen einzigartiges Verhalten fasziniert er viele Aquarianer, die das erstemal von ihm zu hören bekommen. Jedoch handelt es sich auch um einen relativ schwer zu hälternden Fisch, der eine enorme Größe erreichen kann und nicht viel weniger Schwimmraum benötigt, als seine Verwandten.


Subadulte...
Afrikanische...
Arowanas!
Heterotis niloticus
sind zueinander manchmal rabiat, aber...
]ansonsten mehr als friedfertig.
Fressvorgang in verschiedenen Phasen
Wissenschaftl. Bezeichnung Heterotis niloticus

Cuvier, 1829

Wasserregion Mitte.png

Mitte

Synonyme Sudis adansonii, S. niloticus, Heterotis adansoni, H. ehrenbergii, Helicobranchus niloticus Ernährung Filtrierer.png Filtrierer , Dauerfresser

Ausschließlich feinstes Futter, welches die Tiere aus dem Sandboden herrausfiltern. Zu grobes Futter spucken sie wieder aus.

Deutsche Bezeichnung Afrikanischer Arowana Geschlechtsunterschiede Keine Geschlechtsunterschiede bekannt.
Englischer Name African Arowana Zucht Zucht bisher nicht gelungen.
Fundort West- und Zentralafrika; Temperatur 25 - 29°C
Schutzstatus Nicht geschützt Wasseransprüche Keine Ansprüche an die Wasserbeschaffenheit, neutrale Werte und durchschnittlicher Nitratgehalt. Achtung!: Die Tiere vertragen vermutlich keinerlei Salz im Wasser!
Größe ca. 100cm Schwierigkeitsgrad Schwer.png

Schwer

Beckengröße Gross.png

Groß

Preisklasse SehrHoch.png

SehrHoch juvenile Tiere eher Mittel

Haltungsbedingungen

Wichtig sind sehr große Becken, mit möglichst viel freiem Schwimmraum, aber auch viele Unterstände, unter denen sich die recht ängstlichen Fische zurückziehen können.

Ein Bodengrund aus Sand ist durch die Futteraufnahme Pflicht! Keinesfalls sollte grober oder scharfkantiger Bodengrund verwendet werden, da die Tiere den Sand extrem stark durchfiltern. Kein Bodengrund ist ebenfalls möglich.

Vorteilhaft bei dieser Art ist, dass sie im Gegensatz zu anderen Arowanas nicht einen ganz so extremen Schwimmdrang hat und daher auch bei Größen von über 60cm noch in heimischen Aquarien zu pflegen ist. Dennoch muss man sich über den Platzbedarf im Klaren sein. Junge Tiere bis 20cm benötigen besondere Aufmerksamkeit, da sie sehr schwer dauerhaft an Futter zu bekommen sind. Hier wäre ein Artbecken von sehr großem Vorteil! Für Tiere unter 20cm eignen sich daher nur Plankton, Artemia Naupilen oder anderes sehr feines Futter. H. niloticus in dieser Größe sind sehr schwer zu halten und wachsen zumeist sehr langsam, es empfiehlt sich daher größere Tiere zu kaufen, die zwar erheblich teurer, aber auch erheblich leichter zu füttern sind. Über 20cm können bereits gefrorene Mückenlarven, Artemia etc. angeboten werden. Dies wird nach Eingewöhnung recht gut gefressen.

Wichtig ist, dass die Tiere gerade in der Eingewöhnungszeit keine Fresskonkurenz haben. Es dauert mitunter einige Stunden, bis H. niloticus das gesamte Futter aufgenommen hat. Meist filtert er den ganzen Tag den Bodengrund durch, weshalb sich eine Fütterung dreimal am Tag in kleineren Portionen als sehr sinnvoll erwiesen hat. Zudem dürfen keine längeren Futterpausen eingelegt werden, diese werden von den Fischen nicht verkraftet. Eine ständige Feinsfutter Fütterung ist daher von Nöten. Heterotis niloticus ist daher ein typischer Filtrierer.


Sozialverhalten / Vergesellschaftung

Zu artfremden Fischen sind Heterotis sehr friedlich. Untereinander und auch teilweise gegenüber anderen Arowanas können die Tiere jedoch so unverträglich werden, dass sie auf Dauer nur getrennt halten werden können. Etwaige Ausweichmöglichkeiten für das Trennen der Tiere sollten daher beim Kauf (wenn mehrere Arowanas vorhanden sind) eingeplant werden.

Darüberhinaus wäre es fatal, H. niloticus mit sehr aktiven Fressern zu vergesellschaften. Da die Tiere sehr lange zum Fressen brauchen, sollten sie keinesfalls mit Fischen vergesellschaftet werden, die ihnen ihr Futter streitig machen können.


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