Aus RaubfischWiki
Eine der beschriebenen, aber eher unbekannten Hydrocynus ist Hydrocynus brevis. Diese Art ist vermutlich zugleich die kleinste ihrer Gattung und erreicht eine Maximalgröße von 86cm laut Fishbase.
Bilder adulter Tiere bzw der Art generell sind äußertst rar.
Juvenile Tiere sind relativ schwierig von anderen Hydrocynus zu unterscheiden. Erst ab einer Länge von etwa 10cm kann man den deutlich unterständigen Kiefer erkennen. Die Tiere sind sehr grazil und torpedoförmig gebaut. Größere Tiere können eine mehr oder minder deutlich sichtbare Längsbestreifung auf dem gesamten Körper aufweisen. Juvenile besitzen meist so gut wie gar keine Zeichnung. Siehe auch Skizze unten...
| Wissenschaftl. Bezeichnung | Hydrocynus brevis
Günther, 1864 | Wasserregion | |
| Synonyme | Hydrocynus somonorum, Hydrocyon somonorum | Ernährung | Frisst nur sehr zögerlich tote Nahrung, wie Stinte oder Shrimps. Dazu das Frostfutter in starke Strömung werfen, da die Tiere nur auf Bewegung reagieren. Genug Lebendfische bereithalten! Umgewöhnung kann Wochen bis Monate dauern und erfordert recht viel Arbeit. |
| Deutsche Bezeichnung | Kleiner Tigersalmler, Kleiner Wasserhund | Geschlechtsunterschiede | Nicht bekannt |
| Englischer Name | Dwarf African Tigerfish | Zucht | Noch nicht gelungen |
| Fundort | West- und Zentralafrika; Niger, Senegal, Nigeria... | Temperatur | 24 - 28°C |
| Schutzstatus | Nicht geschützt | Wasseransprüche | Keine besonderen Wasseransprüche. Genügend Sauerstoff, Strömung und nitratarmes Wasser bevorzugt. |
| Größe | ca. 80cm | Schwierigkeitsgrad | |
| Beckengröße | So viel Platz, wie möglich bieten, die Tiere sind schreckhaft und schwimmen sehr viel | Preisklasse | SehrHoch schwierige Einordnung, da extrem selten importiert |
Haltungsbedingungen
Möglichst großes Becken mit viel Schwimmraum und einigen Rückzugsmöglichkeiten in Form von Wurzeln oder Pflanzendickichten.
Eine stabile Abdeckung sollte ebenfalls vorhanden sein, auch wenn die Tiere äußerst selten springen.
Sozialverhalten / Vergesellschaftung
Es wird berichtet, dass diese Art selbst größere Fische attackieren und verwunden soll.
Werden die Tiere jedoch von klein auf vergesellschaftet, gibt es keinerlei Probleme mit Beifischen ab einer bestimmten Größe. Untereinander sind H. brevis wie alle anderen Hydrocynus auch, recht unverträglich. Es empfiehlt sich die Haltung eines Einzeltieres oder einer großen Gruppe bis hin zu einem Schwarm. Später hinzugesetzte Individuen werden stets attackiert und sterben durch die heftigen Verletzungen (aufgrund des starken Gebiss der Tiere) meist. Eine nachträgliche Vergesellschaftung mit weiteren Hydrocynus ist nur in einer für alle Tiere neuen Umgebung (Umstrukturierung oder neues Becken), keinem Größenunterschied und genügend Rückzugsmöglichkeiten möglich.
Vorsicht beim Hantieren im Becken mit größeren Exemplaren! Die Tiere beißen extrem schnell zu, Futterpinzette o.ä. ist dann Pflicht!
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