Aus RaubfischWiki
Von den generell recht selten in Aquarien gepflegten Tigersalmlern ist Hydrocynus vittatus noch am häufigsten im Handel vertreten.
Die Art unterscheidet sich nur geringfügig von Hydrocynus goliath, wenn man von der zu erwartenden Endgröße einmal absieht. Letzterer weist einen eher spindelförmigeren Körper und eine längere Schnauze im juvenilen und subadulten Alter auf. Hydrocynus vittaus hingegen ist hochrückiger und hat meist eine deutliche schwarze Längsstreifenmusterung am gesamten Körper. Diese ist jedoch meist erst ab 15cm und mehr stärker ausgeprägt.
Die Wachstumsrate ist wie bei allen Hydrocynus relativ gering und die angegebene Endgröße wird so gut wie nie in Gefangenschaft erreicht.
| Wissenschaftl. Bezeichnung | Hydrocynus vittatus
Castelnau, 1861 | Wasserregion | |
| Synonyme | Hydrocyon lineatus | Ernährung | Frisst nur sehr zögerlich tote Nahrung, wie Stinte oder Shrimps. Dazu das Frostfutter in starke Strömung werfen, da die Tiere nur auf Bewegung reagieren. Genug Lebendfische bereithalten! Umgewöhnung kann Wochen bis Monate dauern und erfordert recht viel Arbeit. |
| Deutsche Bezeichnung | Gemeiner Tigersalmler, Wasserhund | Geschlechtsunterschiede | Nicht bekannt |
| Englischer Name | Common African Tigerfish | Zucht | Bisher nicht gelungen |
| Fundort | West- und Zentralafrika; recht weit verbreitet | Temperatur | 24 - 28°C |
| Schutzstatus | Nicht geschützt | Wasseransprüche | Keine besonderen Wasseransprüche. Genügend Sauerstoff, Strömung und nitratarmes Wasser bevorzugt. |
| Größe | rund 100cm, im Aquarium meist kleiner | Schwierigkeitsgrad | |
| Beckengröße | So viel Platz, wie möglich bieten, die Tiere sind schreckhaft und schwimmen sehr viel | Preisklasse | |
Haltungsbedingungen
Möglichst großes Becken mit viel Schwimmraum und einigen Rückzugsmöglichkeiten in Form von Wurzeln oder Pflanzendickichten.
Eine stabile Abdeckung sollte ebenfalls vorhanden sein, auch wenn die Tiere äußerst selten springen.
Sozialverhalten / Vergesellschaftung
Werden die Tiere von klein auf vergesellschaftet, gibt es keinerlei Probleme mit Beifischen ab einer bestimmten Größe. Untereinander sind H. vittatus wie alle anderen Hydrocynus auch, recht unverträglich. Es empfiehlt sich die Haltung eines Einzeltieres oder einer großen Gruppe bis hin zu einem Schwarm. Später hinzugesetzte Individuen werden stets attackiert und sterben durch die heftigen Verletzungen (aufgrund des starken Gebiss der Tiere) meist. Eine nachträgliche Vergesellschaftung mit weiteren Hydrocynus ist nur in einer für alle Tiere neuen Umgebung (Umstrukturierung oder neues Becken), keinem Größenunterschied und genügend Rückzugsmöglichkeiten möglich.
Vorsicht beim Hantieren im Becken mit größeren Exemplaren! Die Tiere beißen extrem schnell zu, Futterpinzette o.ä. ist dann Pflicht!
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