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Sie kennen die Geschichten von jenen Kugelfischen, die im asiatischen Raum eine beliebte Spezialität sind, Menschen jedoch am Verzehr des Fleisches sterben? Dann kennen sie nun auch den korrekten Artennamen dieser Tiere. Denn auch Takifugu obscurus ist ein beliebter Speisefisch, dessen Eingeweide jedoch ein ziemlich starkes Toxin enthalten. Natürlich ist T. obscurus nicht der einzige Takifugu, der als Speisefisch genutzt wird. Aber eines macht diese Art dennoch einzigartig;
Es ist die einzige, welche sich vermutlich dauerhaft in Süßwasser halten lässt. Abschließend geklärt ist diese Tatsache jedoch nicht, was die Haltung dieser Tiere noch ein wenig erschwert. Weitere Schwierigkeiten sind unter "Haltungsbedingungen" erklärt.
Die Tiere zeigen ein sehr seltsames Schwimmverhalten. Mal liegen sie vergraben im tiefen Sand und bewegen ausschließlich ihre Augen, doch die meiste Zeit schwimmen sie recht hektisch im Freiwasser umher.
Es ist recht schwierig diese Art von anderen Takifugus zu unterscheiden. Insgesamt sind die Tiere dunkler, als der sehr ähnliche Takifugu ocellatus und weisen im Gegensatz zu diesem keine gelbe Umrandung des Ocelli's auf, diese ist bei T. obscurus eher weißlich. Die Art kommt sehr selten in den Handel.
| Wissenschaftl. Bezeichnung | Takifugu obscurus
Abe, 1949 | Wasserregion | |
| Synonyme | Sphoeroides ocellatus obscurus, Fugu obscurus | Ernährung | Geht sehr schnell an allerlei Frostfutter (insb. Garnelen, Shrimps und Co), sollte regelmäßig Schnecken (mit Haus) bekommen, damit es zu keinem Zahnüberwuchs kommt. "Omnivor" ist eher nicht zutreffend, da die Tiere keinerlei pflanzliche Nahrung nehmen. Eine Kategorisierung fällt aufgrund der hier vorliegenden Kategorien daher sehr schwierig aus. |
| Deutsche Bezeichnung | Dunkler Takifugu | Geschlechtsunterschiede | Nicht bekannt. |
| Englischer Name | Dark Takifugu | Zucht | Vermutlich noch nicht gelungen. |
| Fundort | Südostasien; West Pazifik, bis in Flüssen Koreas und Chinas | Temperatur | 23 - 26°C |
| Schutzstatus | Nicht geschützt | Wasseransprüche | Temperaturansprüche einhalten, geringe Bakteriendichte im Aquarium beachten (s.h. Haltungsbeschreibung!) |
| Größe | ca. 40cm | Schwierigkeitsgrad | |
| Beckengröße | Die Tiere liegen vergraben im Sand oder schwimmen extrem viel im Freiwasser umher. | Preisklasse | |
Haltungsbedingungen
Die Haltung dieser Tiere erfordert einige Vorkehrungen. Allen voran die Problematik des Wassertyps. Die Tiere kommen mit Süß-, Brack- und Meerwasser zurecht. Entscheidend ist die Herkunft der Tiere - es gibt Individuen, die sich ausschließlich in Flüssen aufhalten, andere suchen das Meer auf. Daher wäre es sinnvoll sich immer die Möglichkeit einer Aufsalzung des Wasser offen zu halten und etwas über den Fangort der Tiere in Erfahrung zu bringen.
Eine andere Problematik ist eine weitaus schwerwiegendere. Die Tiere kommen nicht mit hohen Bakterienkonzentration im Aquarienwasser zurecht. Es ist daher anzuraten, eine effektive, mechanische Filterung in Betrieb zu haben, die insbesondere bei der Filtersäuberung keinerlei Filterschlamm ins Becken abgibt. So hat bereits eine große Wolke Filtermulm aus einem Eheim Außenfilter zwei Tiere dahingerafft. Beide starben innerhalb 48h.
Die Inbetriebnahme eines UV-Filters ist daher ebenso ratsam wie ein regelmäßiger Wasserwechsel.
Darüberhinaus sollte das Becken eine ordentliche Größe aufweisen, da die Tiere extreme Vielschwimmer sein können. Viel freier Schwimmraum ist ebenso notwendig, wie eine dicke Sandschicht mit größeren Steinen, zwischen denen die Tiere sich im Bodengrund zurückziehen können.
Sozialverhalten / Vergesellschaftung
Die Tiere sind untereinander und gegenüber anderen Fischen sehr friedlich und lassen auch etwas kleinere Beifische in Ruhe. Durch ihr hektisches Schwimmverhalten sollten sie jedoch nicht mit Ruhe liebenden Fischen vergesellschaftet werden. Wirbellose (Krabben etc) greifen die Tiere an, da diese ganz oben auf ihrem Speiseplan stehen.
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